Europa braucht einen starken ländlichen Raum, der ländliche Raum braucht ein starkes Europa.
16. Mai 2019

Wald-Wild-Konflikt und Novellierung des BJagdG bestimmen Diskussionen

Neuer Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) tritt seine Amtsperiode nach Wahl auf der Mitgliederversammlung am 14.10.2020 an 

„ Wir müssen den Waldeigentümern bessere Instrumente an die Hand geben, damit sie bei der Durchsetzung ihrer forstbaulichen Ziele erfolgreich sein können.“ Mit dieser Forderung adressiert der neugewählte Vorsitzende der BAGJE, Clemens Freiherr von Oer, die Wald-Wild-Problematik, die auch bei der anstehenden Novellierung des Bundesjagdgesetz zu einer Neuregelung bei der Abschussplanung beim Rehwild führen soll. Gerade im Hinblick auf die immensen Investitionen bei der Wiederaufforstung, aber auch beim Umbau des Waldes hin zu einem klimastabilen Wald sind Grundeigentümer und Jagdausübungsberechtigte gefordert, um einvernehmliche Strategien zu erarbeiten und umzusetzen.

Freiherr von Oer aus Westfalen wird die BAGJE zusammen mit seinem neu gewählten Stellvertreter Gunther Zschommler aus Sachsen sowie der ebenfalls neu gewählten Astrid Garben-Mogwitz aus Niedersachsen und dem langjährigen, wiedergewählten Vorstandsmitglied Albert Robold aus Bayern für die nächsten 4 Jahre durch diese komplexen Interessenausgleiche führen.

Neben dem Wald-Wild-Konflikt wurden auf der Mitgliederversammlung weitere aktuelle Themen wie das Seuchengeschehen nach Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland und die gemeldeten Steigerungen der Wolfspopulation mit einer dramatisch zunehmenden Anzahl an Wolfsrissen diskutiert. Die BAGJE wird sich an der geplanten Kampagne des Aktionsbündnisses Forum Natur (AFN) zum Wolf im Wahlkampfjahr 2021 beteiligen und wirbt für ein aktives Bestandsmanagement beim Wolf, um auch in Zukunft eine Koexistenz des Wolfes im ländlichen Raum mit den dort lebenden Menschen und ihren (Nutz-)Tieren zu gewährleisten.

Aufgrund seiner besonderen Leistungen für die Arbeit der BAGJE wurde der langjährige Vorsitzende, Herr Jürgen Hammerschmidt einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Über die BAGJE:

Die im Jahr 2000 gegründete Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossen und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) vertritt die Rechte und politischen Interessen der Jagdrechtsinhaber – als Grundeigentümer im ländlichen Raum – auf Bundesebene. Ihre Aufgabe sieht die BAGJE insbesondere darin, für den Fortbestand des bewährten Jagdrechtssystems mit all seinen Möglichkeiten für eine zeitgemäße und nachhaltige Jagd und seiner Bindung an das Grundeigentum einzustehen. Ausschlaggebend für den Fortbestand dieses bewährten Jagdrechts ist die Akzeptanz durch die Bevölkerung und die Politik. Deswegen macht die BAGJE die Anliegen ihrer Mitglieder transparent und koordiniert diese auf Bundesebene.

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