Besitzen Sie ein Stück Acker, Wiese oder Wald? Dann sind auch Sie Jagdgenosse!

Allen Grundeigentümern steht das Jagdrecht auf ihren Flächen zu. Nach dem Bundesjagdgesetz besitzen Eigentümer von land-, forst- und fischereiwirtschaftlich nutzbaren zusammenhängenden Flächen über 75 ha eine sogenannte Eigenjagd. Alle Grundflächen einer Gemeinde, die nicht zu einem Eigenjagdbezirk gehören, bilden einen gemeinschaftlichen Jagdbezirk, wenn sie im Zusammenhang mindestens 150 ha umfassen.

Alle Eigentümer von Flächen eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks sind kraft Gesetzes Mitglied einer Jagdgenossenschaft.

Die rund 4 Millionen Grundeigentümer in Deutschland sind in ca. 40.000 Jagdgenossenschaften organisiert.

Aktuelles der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE)

Die diesjährige Mitgliederversammlung der BAGJE fand auf Einladung des niedersächsischen Landesverbandes (ZJEN) in Lüneburg am 13./14. Oktober 2020 statt. Neben den üblichen Regularien wie Geschäfts- und Kassenbericht 2019, Entlastung des Vorstandes für 2019 und sehr informativen Vorträgen wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Als neuer Vorsitzender steht Clemens Freiherr von Oer nun an der Spitze des Bundesverbandes und löst damit Herrn Jürgen Hammerschmidt ab, der altersbedingt nicht wieder antreten konnte. Neben dem Vorsitzenden sind in den Vorstand gewählt worden: Herr Gunther Zschommler (stellvertretender Vorsitzender), Frau Astrid Garben-Mogwitz und Herr Albert Robold. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt.

Vielen Jagdrechtsinhabern, vor allem Jagdgenossen, die Inhaber kleiner Flächen sind, ist nicht bewusst, dass sie einer Jagdgenossenschaft angehören und damit bestimmte Rechte und Pflichten haben.

Um hierüber aufzuklären und um die Bedeutung des bewährten Jagdrechtssystems mit seiner Bindung an das Grundeigentum stärker in der Gesellschaft zu kommunizieren, wurde die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) ins Leben gerufen.

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