Besitzen Sie ein Stück Acker, Wiese oder Wald? Dann sind auch Sie Jagdgenosse!

Allen Grundeigentümern steht das Jagdrecht auf ihren Flächen zu. Nach dem Bundesjagdgesetz besitzen Eigentümer von land-, forst- und fischereiwirtschaftlich nutzbaren zusammenhängenden Flächen über 75 ha eine sogenannte Eigenjagd. Alle Grundflächen einer Gemeinde, die nicht zu einem Eigenjagdbezirk gehören, bilden einen gemeinschaftlichen Jagdbezirk, wenn sie im Zusammenhang mindestens 150 ha umfassen.

Alle Eigentümer von Flächen eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks sind kraft Gesetzes Mitglied einer Jagdgenossenschaft.

Die rund 4 Millionen Grundeigentümer in Deutschland sind in ca. 40.000 Jagdgenossenschaften organisiert.

Aktuelles der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE)

§ 45a BNatschG Umgang mit dem Wolf

Mit dem Inkrafttreten des zweiten Gesetzes zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes am 13.03.2020 wird der § 45a Umgang mit dem Wolf neu in das Bundesnaturschutzgesetz eingeführt. In diesem Passus wird u. a. der zuständigen Behörde für Naturschutz und Landschaftspflege die Möglichkeit eröffnet, den Abschuss von einzelnen Mitgliedern eines Wolfsrudels in engem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang mit einem bereits eingetretenen Rissereignissen zu genehmigen, so lange bis ein Ausblieben von Schäden festgestellt werden kann. Die detaillierte Stellungnahme zu dem kompletten Referentenentwurf aus 2019 finden Sie unter Positionen.

Vielen Jagdrechtsinhabern, vor allem Jagdgenossen, die Inhaber kleiner Flächen sind, ist nicht bewusst, dass sie einer Jagdgenossenschaft angehören und damit bestimmte Rechte und Pflichten haben.

Um hierüber aufzuklären und um die Bedeutung des bewährten Jagdrechtssystems mit seiner Bindung an das Grundeigentum stärker in der Gesellschaft zu kommunizieren, wurde die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) ins Leben gerufen.

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