Herbsttagung 2026 in Bayern mit Staatsminister Hubert Aiwanger
Neben den üblichen Regularien wie Geschäfts- und Kassenbericht für das Jahr 2025 durch die Geschäftsführung, dem Bericht der Rechnungsprüfer und der Entlastung des Vorstandes für das vergangene Jahr nahmen die Diskussionen um die angekündigte Beitragsanpassung breiten Raum ein. Daneben wurden am ersten Tag inhaltlich für die einzelne Jagdgenossenschaft an der Basis besonders relevante Themenfelder wie die Führung des Jagdkatasters als digitale App sowie die Jagd in Eigenregie als Alternative zur regulären Jagdverpachtung vorgestellt.
Am Abend folgte ein gemeinsames Abendessen mit Ehrengästen. Ein Grußworte hielten BBV-Vizepräsident Ely Eibisch sowie Staatsminister Aiwanger. Als für die Jagd zuständiger Minister und stellvertretender Ministerpräsident Bayerns nahm er sich viel Zeit für den Austausch und sprach in seiner Rede aktuelle Herausforderungen wie EUDR, W-VO und überschützte Arten an. Besonders relevant für Bayern ist dabei der Fischotter, der die Teichwirtschaft massiv schädigt. Zudem hob er die Aufgabe der Jagdgenossenschaften als Vertreter des Grundeigentums in Bezug auf das Jagdrecht bei dem notwendigen Waldumbau hervor. Gleichzeitig rief er dazu auf, möglichst viele Jagdgenossen selbst für den Jagdschein zu gewinnen.

BAGJE – Die Jagdrechtsinhaber mit Staatsminister Hubert Aiwanger
und BBV-Vizepräsident Ely Eibisch
Frühjahrstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) 2025 in Brandenburg
Auf Einladung des brandenburgischen Landesverbandes (Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Brandenburg, LagJE) fand die diesjährige Frühjahrstagung am 14./15.04.2025 in Brandenburg statt.
Zu Beginn der Tagung wurde Joachim Käs einstimmig als neues Vorstandsmitglied gewählt. Er stellte sich als engagierter Jagdvorsteher vor, leitet die Arbeitsgemeinschaft Traunstein und ist Landessprecher in Bayern. Ziel seiner Arbeit sei es, das Prinzip der gemeinschaftlichen Jagd in Genossenschaften gegen zunehmende Bestrebungen zur Auflösung oder Zersplitterung zu verteidigen.
Als Ehrengast berichtete Staatssekretär Gregor Beyer über die Pläne Brandenburgs, den Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen, mit einer klaren Verankerung der Entnahmemöglichkeit durch Jagdausübungsberechtigte. Einigkeit bestand in der Runde über die Unvollziehbarkeit der EU-Wiederherstellungsverordnung Auf Nachfrage zum Naturflächenbedarfsgesetz hin, antwortete Beyer, dass Brandenburg dieses ablehne und stattdessen verbleibende BVVG-Flächen in Landeshand überführt werden sollen, um sie dem Zugriff dritter Akteure zu entziehen.


